| Grundlagen des peripheren Nervensystems |
| Allgemeines: |
| Das menschliche Nervensystem ist aus zwei Hauptteilen aufgebaut, dem zentralen
Anteil, der das Gehirn und Rückenmark umfasst, und dem peripheren Anteil (= periphere
Nerven), die nach Austritt aus dem Rückenmark zu den einzelnen Muskeln verlaufen. Eine
wichtige Aufgabe des Nervensystems ist es einerseits Impulse vom Gehirn auf den Muskel
weiterzuleiten und andererseits Impulse, die wir mit der Haut und anderen Organen
wahrnehmen zum Gehirn zu leiten. Die Weiterleitung dieser Impulse erfolgt über die Nervenfasern, die vom Gehirn ihren Ausgang nehmen, durch das Rückenmark verlaufen und sich nach Austritt aus dem Rückenmark zu den peripheren Nerven zusammenschliessen. |
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| Aufbau der peripheren Nerven: |
| Ein peripherer Nerv besteht aus einzelnen Nervenfasern, die sich nach dem Austritt aus dem Rückenmark bündeln (zusammenschliessen). Der Aufbau der Nervenfasern ähnelt einem elektrischen Kabel, bestehend aus dem inneren Anteil (=Axon) und dem äußeren Anteil (= Nervenhülle, bzw. Nervenscheide = Myelinscheide). Die Erregungsleitung eines Nervenimpulses verläuft sprunghaft über die Nervenhülle (Abb.2). Daher ist ein korrekter Aufbau der Nervenhülle von grösster Bedeutung. Die sog. Schwann´schen Zellen stellen den wichtigsten Anteil der Nervenhüllen dar. |
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| Arten von Nervenfasern: |
Man unterscheidet je nach Funktion motorische, sensible oder autonome Fasern.
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| Veränderungen, die zum CMT-Syndrom führen |
| Üblicherweise gilt das CMT-Syndrom als eine Erkrankung der peripheren Nerven
(des 2. Motoneurons). Dennoch findet man manchmal auch Hinweise für eine Mitbeteiligung
der zentralen Nervenfasern (1. Motoneuron). Manchmal liegt die Schädigung auch in der
Vorderhornzelle.
Demyelinisierende Form - CMT Typ I:
Axonale Form - CMT Typ II:
Wenn der Schaden der Nervenfasern primär im Nerveninneren (Axon) liegt, bleibt die
Nervenleitgeschwindigkeit normal oder ist nur wenig verlangsamt, dennoch ist die
Übertragung des Impulses gestört und nur zu wenige Fasern leiten die Impulse an den
Muskel weiter. Daher ist die Muskelantwort bei der Messung bei diesen Formen immer
besonders niedrig. Wieder ist die Ursache ein verändertes Gen, das eine Funktion im
Axon hat. Auch hier sind Muskelschwund- und schwäche die Folge. |
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